In WooCommerce steigert die gezielte Präsentation häufig gekaufter Produkte spürbar Conversion-Rates und den durchschnittlichen Warenkorbwert. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du solche Produktempfehlungen effizient im Shop einbindest, technische Lösungen wählst und Plugins sinnvoll kombinierst.
Zentrale Punkte
- Cross-Selling durch intelligente Produktgruppen steigert den Umsatz.
- WooCommerce-Standardfunktionen genügen oft für einfache Empfehlungen.
- Spezialisierte Plugins ermöglichen automatische oder manuelle Kombinationen.
- Conversion-Optimierung durch strategische Platzierung und Rabatte.
- Branchenübergreifend einsetzbar – von Elektronik bis Home & Living.
Warum das Anzeigen häufig gekaufter Produkte funktioniert
Kunden erwarten beim Onlinekauf sinnvolle Empfehlungen. Kombinierst du Produkte wie Rucksack und Regenschutz oder Gaming-Tastatur und Maus, erleichterst du deinen Interessenten die Kaufentscheidung. Solche Produktempfehlungen erhöhen nicht nur den stückweisen Absatz, sondern auch die Verweildauer im Shop. Das verbessert Conversion-Rates und macht deine Angebote attraktiver. Je gezielter du Produktbündel vorschlägst, desto natürlicher fühlt sich der Shop-Besuch für den Nutzer an.
Eine durchdachte Warenkorb-Erweiterung wirkt sich in vielen Fällen laut Studien auf eine Steigerung von bis zu 15 % des durchschnittlichen Bestellwerts aus. Dabei funktionieren die Empfehlungen besonders gut, wenn sie thematisch und funktional harmonieren. Nutze diese Dynamik gezielt, um sowohl das Kauferlebnis als auch den Umsatz zu verbessern.
WooCommerce-Bordmittel clever einsetzen
WooCommerce bietet praktische Standardfunktionen zur Verlinkung von Produkten im Backend. Du findest diese unter „Verlinkte Produkte“ im jeweiligen Produkteditor. Drei Optionen stehen dir dort zur Verfügung:
- Verwandte Produkte, automatisch nach Tags oder Kategorien generiert.
- Upsells, als höherwertige oder besser passende Alternative.
- Cross-Sells, die im Warenkorb ersichtlich sind.
Diese Optionen genügen für kleine oder mittelgroße Shops, die keine Drittanbieter-Plugins verwenden möchten. Wichtig ist: Du steuerst Sichtbarkeit und Position direkt im Theme-Template oder via Page Builder.
Wenn du unterschiedliche Cross-Selling-Strategien testen willst, bietet dir unser Beitrag über WooCommerce Produktrastersysteme zusätzlich Inspiration zur optimalen Präsentation.
Diese Plugins zeigen häufig gekaufte Produkte automatisch
Wenn dein Shop bereits viele Produkte umfasst, solltest du produktbasierte Empfehlungen automatisieren. Dafür existieren spezialisierte Plugins mit leistungsstarken Funktionen zur Produktverknüpfung. Ich empfehle drei effektive Erweiterungen:
| Plugin | Bündel-Möglichkeit | Automatisch | Rabatte | Seitenintegration |
|---|---|---|---|---|
| YITH Frequently Bought Together | Ja | Teilweise | Ja | Produktseite |
| WPC Bought Together | Ja | Ja | Ja | Produktseite |
| WooCommerce Bought Together | Ja | Ja | Ja | Produkt + Warenkorb |
Besonders das Plugin von Welaunch punktet durch Erweiterung auf die Warenkorbseite und ermöglicht individuell definierte Logiken. So kannst du Empfehlungen basierend auf vergangenen Käufen oder aktuellen Warenkorbinhalten dynamisch gestalten.
Optische Darstellung und Conversion-Booster
Die Conversion leidet, wenn Produktempfehlungen nicht sichtbar oder unauffällig sind. Deshalb solltest du die Anzeige bewusst gestalten. Platziere Empfehlungen direkt unter der Hauptbeschreibung und achte auf klar erkennbare CTAs wie „Alles in den Warenkorb“ oder „Bundle kaufen“. Die Sidebar ist ungeeignet, da sie weniger Aufmerksamkeit erzeugt.
Kommuniziere einen klaren Mehrwert: Formulierungen wie „Passt perfekt zu Ihrer Bestellung“ oder „Ideal kombinierbar“ wecken Interesse und wirken beratend statt verkaufend. Ergänzend helfen kleine Paket-Rabatte dabei, Kaufimpulse zu erzeugen.
Unser Beitrag über Erstkauf-Rabatte in WooCommerce zeigt dir, wie du diese Wirkung durch Einsteigeraktionen verstärkst.
Vertiefte Strategien und Best Practices
Über die reine Platzierung und Darstellung der Empfehlungen hinaus lohnt es sich, systematische Abläufe zu etablieren. So kannst du zum Beispiel die Reihenfolge deiner Bundle-Vorschläge testen, indem du unterschiedliche Variationen einzelnen Besuchersegmenten anzeigst. Diverse A/B-Testing-Tools stehen dir zur Verfügung, um herauszufinden, in welcher Reihenfolge oder Anordnung sich die Befüllung des Warenkorbs am effektivsten steigern lässt.
Auch lohnt es sich, Segmentierungen nach Kundengruppen durchzuführen. Stammkunden reagieren häufig anders auf Cross-Selling-Angebote als Erstkäufer. Hast du beispielsweise ein automatisiertes E-Mail-Marketing, kannst du dort spezielle Produktempfehlungen platzieren, die sich an den letzten Kauf anlehnen. Dabei kann ein passender Zubehörartikel wenige Tage nach Versand als E-Mail-Empfehlung auftauchen und damit die Chance auf einen erneuten Kauf erhöhen.
Ein weiterer Ansatz ist das saisonale Ausspielen von Bundles. In vielen Bereichen – beispielsweise Mode, Gartenbedarf oder auch Technik – kommen saisonale Trends zum Tragen. Hier kann es sinnvoll sein, themenbezogene Bundles nur in einem bestimmten Zeitraum automatisch einzublenden. So wirken sie frisch und aktuell, was die Relevanz in den Augen des Kunden steigert. Dank WooCommerce und entsprechenden Plugins lassen sich Start- und Enddaten oder Wiederholungen recht unkompliziert hinterlegen.
Technisch kannst du deine Cross-Selling-Maßnahmen ebenso in ein bestehendes Treuepunktesystem integrieren. Ein Bundle mit Extra-Punkten beim Kauf motiviert zusätzliche Kunden, gerade weil der Mehrwert sofort sichtbar wird. Verkaufst du beispielsweise Spielekonsolen, könntest du ein Bundle aus Konsole und passendem Controller mit einem Bonuspunktevorteil anbieten. Diese Extra-Loyalitätspunkte erhöhen erfahrungsgemäß die Emotionsbindung zum Shop und können langfristig den Umsatz nochmals optimieren.
Schritt-für-Schritt: Produkte mit YITH zusammen anzeigen
Die Umsetzung mit dem kostenlosen Plugin von YITH ist schnell erledigt. Nach der Plugin-Installation im WordPress-Backend wählst du bei einem Hauptprodukt die passenden Zusatzprodukte aus. Die folgenden Einstellungen solltest du in jedem Fall vornehmen:
- Aktiviere die Bündelanzeige über die Plugin-Einstellungen.
- Lege fest, ob Produkte standardmäßig vorausgewählt sein sollen.
- Definiere Rabatte für das Bündel (optional).
- Positioniere den Empfehlungsblock unterhalb der Produktbeschreibung.
Über weitere Optionen bestimmst du Tooltip-Texte, individuelle Produktbilder und Stilbedingungen. Ideal, wenn du dein Angebot differenzieren willst, ohne manuell jedes Bundle neu anzulegen.
Erlebnisfaktor steigern, nächste Bestellung sichern
Häufig gemeinsam gekaufte Produkte funktionieren auch nach dem Prinzip der Relevanz. Für Kunden bedeutet ein Add-on wie eine passende Hülle oder ein Adapter einen echten Zeitgewinn. Das steigert das Erlebnis im Clickflow. Wer spürt, dass der Shop mitdenkt, kehrt eher zurück.
Darüber hinaus bieten Plugins Auswertungen über Kaufhäufigkeiten. Nutze diese Zahlen, um Empfehlungen zu justieren. Über A/B‑Tests findest du heraus, welche Kombinationen bei deinem Publikum besten Anklang finden. Auch Smart Rules, abhängig vom Gerät oder Nutzerverhalten, erhöhen die Wirkung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reaktivierung inaktiver Käufer. Mithilfe der integrierten Report-Funktionen von WooCommerce, kombiniert mit den Daten deines Cross-Selling-Plugins, kannst du herausfiltern, welche Produkte jemand einst gekauft hat und welche passenden Ergänzungen noch ausstehen. So kannst du gezielt Newsletter oder Follow-up-Kampagnen an diese speziellen Kundengruppen richten, die besonders empfänglich für relevante Add-ons sind. Selbst wenn ein Kunde länger nicht bestellt hat, können gezielte und passende Vorschläge den Impuls für einen neuen Kauf liefern.
Systematische Datenanalyse für langfristigen Erfolg
Für ein nachhaltiges Geschäft lohnt es sich, die Daten getätigter Käufe detailliert auszuwerten. Prüfe, wie oft bestimmte Bundles oder häufig zusammen gekaufte Artikel tatsächlich bestellt werden. Möglicherweise entdeckst du, dass ein Produkt zwar sehr relevant erscheint, aber kaum in Kombination gekauft wird – ein Hinweis, dass entweder die Platzierung nicht optimal ist oder die Verbindung zwischen den Produkten weniger Sinn ergibt. Eine kleine Anpassung bei der Beschreibung undPreisgestaltung oder eine attraktivere Rabattstaffelung könnte hier Abhilfe schaffen.
In größeren Shops kann zudem eine automatisierte Recommendation Engine zum Einsatz kommen. Diese analysiert das Klick- und Kaufverhalten in Echtzeit und schlägt passende Bundles dynamisch vor. Dies ist besonders wirkungsvoll, wenn das Produktsortiment sehr vielfältig ist und die manuelle Pflege der Cross-Selling-Beziehungen zu aufwendig wird. Dabei kann das System auch Wechselsaisonalitäten, Trends im Käuferverhalten und sogar den individuellen Warenkorbwert in Echtzeit berücksichtigen.
Beachte jedoch, dass solch komplexe Systeme eine saubere Datengrundlage erfordern. Unvollständige oder fehlerhafte Produktinformationen verfälschen die Ergebnissse und mindern die Glaubwürdigkeit deiner Empfehlungen. Regelmäßige Datenpflege, klare Kategorien und eindeutige Produktattribute sind daher unverzichtbar.
Rechtliches beachten und UX sauber halten
Transparenz gegenüber dem Besucher ist Pflicht: Weise explizit darauf hin, dass es sich um Empfehlungen handelt. Besonders bei Bündelungen mit Rabatten sollte der Einzel- und Gesamtpreis klar erkennbar bleiben. Eine direkte Rabattanzeige neben dem Paket reduziert Rückfragen und wirkt vertrauensstärkend.
Achte zusätzlich auf eine barrierearme Darstellung der Produktempfehlungen. Große Schaltflächen, ausreichende Abstände und mobil-optimierte Container sorgen für ein angenehmes Gefühl beim Kauf. UX-Testings zeigen: Kunden empfinden gut kombinierte Vorschläge als Hilfe, nicht als Belästigung.
Weitere Tipps zur emotionalen Kundenbindung findest du in unserem Guide zu mehr Kundeninteraktion mit WooCommerce.
Richtige Kommunikation für mehr Vertrauen
Neben einer sauberen UX solltest du stets eine vertrauensbildende Kommunikation aufbauen. Erkläre kurz in einem Info-Text oder Tooltip, warum bestimmte Artikel so gut zusammenpassen. Teile Informationen über die Vorteile eines Bundles oder zeige eine kleine Statistik, wie viele Personen dieses Set bereits gekauft haben. Bei technischen Artikeln sind kurze Hinweise zur Kompatibilität oftmals entscheidend.
Auch in der Kundenkommunikation über Social Media oder Newsletter kannst du dein Shop-Publikum vorab über neue Bundle-Ideen informieren. Ein kleiner Sneak-Peek auf kommende Produktempfehlungen kann die Neugier der Kundschaft wecken, sodass beim nächsten Besuch im Shop direkt zugeschlagen wird. Zudem führt die transparente und aktivierende Kommunikation dazu, dass Stammkunden sich auf zusätzliche Informationen freuen und das Erlebnis „Shop-Besuch“ als lebendige Interaktion wahrnehmen.
Praxisbeispiele aus erfolgreichen Shops
Unterschiedliche Branchen setzen Empfehlungen auf ihre eigene Weise ein, solange die vorgeschlagenen Produkte sinnvoll zusammengehören. Statt pauschaler Vorschläge überzeugen hochrelevante Kombinationen. Hier drei Beispiele aus der Shop-Praxis:
- Elektronik: Laptop mit USB-C-Hub oder Gaming-PC mit Mauspad.
- Mode: Sommerkleid mit Sandalen oder Hemd mit passenden Manschettenknöpfen.
- Haushalt: Küchenmaschine mit Rezeptbuch oder Messer mit professionellen Schneidbrettern.
Erfolgreiche Händler analysieren dazu regelmäßig ihre Bestellhistorie und lassen Plugin-basierte Logiken automatisch weiterlernen. Je genauer du auf deine Zielgruppe eingehst, desto höher fällt die Interaktion aus.
In der Praxis sieht man zudem, dass in bestimmten Shops Bonusartikel eingesetzt werden. Ein Beispiel: Kaufst du ein Sofa, könntest du einen kleinen Deko-Kissen-Beitrag zum Vorzugspreis oder gar kostenlos dazubekommen. Die Wahrnehmung einer echten Ergänzung, die den Kaufwert erhöht, steigert die Zufriedenheit deutlich. Besonders im Entertainment- oder Beauty-Bereich lassen sich „Gratis-Proben“ für Cross-Selling-Zwecke einsetzen.
Ein weiteres Praxisbeispiel sind Bundles, die sich gezielt an verschiedene Familienmitglieder richten. Ein Elektronikhändler könnte für eine Spielkonsole ein zweites Controller-Set oder ein familienfreundliches Game empfehlen. Ein Mode-Shop hingegen könnte Pakete anbieten, die Kinderkleidung und ein passendes Accessoire hinzufügen. Diese ganzheitliche Betrachtung steigert den Warenkorbumfang und erhöht gleichzeitig die Bindung an den Shop, da die Kunden das Gefühl haben, jede relevante Komponente direkt mitzukaufen.
Zusammengefasst: So nutzt du den Effekt für deinen Shop
Das Anzeigen häufig gekaufter Produkte verknüpft Komfort und Verkaufsförderung auf geschickte Weise. Du vereinfachst deinen Kunden die Entscheidung und erhöhst gleichzeitig deinen Verkauf pro Bestellung. WooCommerce bietet hier sowohl durch Bordmittel als auch durch flexible Plugins viele Wege.
Beginne mit einfachen Kombinationen, entwickle dann dynamische Regeln auf Basis echter Daten. Teste die Wirksamkeit durch A/B-Vergleiche und optimiere die Anordnung im Layout regelmäßig. So begleitest du deine Nutzer aktiv zum Kaufabschluss – und baust langfristige Kundenbeziehungen auf.
Erweiterst du deine Produktempfehlungen kontinuierlich, kannst du das System immer weiter verfeinern. Prüfe neue Ideen, erstelle gezielt thematische Bundles und halte deine Kunden über Neuheiten auf dem Laufenden. Letztlich zahlt es sich aus, den Shop-Besuch zu einem echten Einkaufserlebnis zu machen, das über den bloßen Erwerb eines Artikels hinausgeht. Dadurch bleibst du im Gedächtnis, erhöhst die Weiterempfehlungsrate und steigerst nachhaltig deinen Umsatz.








